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Mediation   

Mediation ist eine Form der Konfliktberatung. Sie ist von Supervision oder Schlichtung zu unterscheiden. Sie ist eine sachliche, stark regelgesteuerte Zusammenarbeit zur Erreichung des vereinbarten Zieles.

Mediation ereignet sich vor allem als Verhandeln, Klären, Regeln, Vereinbaren. Darum muss das Vertrauen in die externe Fachperson ergänzt werden durch das Vertrauen in das Verfahren. Die oberste Maxime vom Selbstverständnis des Mediators ist Allparteilichkeit als Form von Unparteilichkeit.

Oberstes Ziel ist die Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Konfliktbeteiligten.

  • Die Teilnahme an einer Mediation erfolgt grundsätzlich freiwillig.
  • Der Wille zu einer konstruktiven weiteren beruflichen Zusammenarbeit und zu einer Konfliktlösung ist bei allen Konfliktparteien vorhanden.
  • Während der Arbeitsphase gilt Verschwiegenheit. Am Ende wird vereinbart, was wem gegenüber veröffentlicht wird.
  • Der Mediator ist allparteilichkeit: Verständnis für jeden (kein Einverständnis mit jedem!).
  • Die Verantwortung für Inhalte und Lösungen liegt bei den Parteien!
  • Die Verantwortung für ein faires, zielorientiertes Prozedere liegt beim Mediator.
  • Fairness wird vereinbart. Bei Verletzung der Respektsgrenze interveniert der Mediator.
  • Die Sitzungen verlaufen nach klar vereinbarten Regeln und Rahmenbedingungen.
  • Es erfolgt eine schwerpunktbezogene Konfliktdarstellung aus verschiedenen Perspektiven.
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Parteien werden dargestellt.
  • Der Konflikt wird auf zugrundeliegende Interessen und Wünsche hin erhellt.
  • Lösungen werden auf diesem Hintergrund gesucht.
  • Eine Schlussvereinbarung hält diese Lösungen und ihre Verbindlichkeit fest.
  • In einer späteren Evaluation wird das Vereinbarte überprüft.

© 2009–2018, Kirchliche Stelle für Gemeindeberatung und Supervision, 20.11.2018